Was ist ein Lipödem? Und was hilft dagegen?

 

Dicke, schwere Beine und Druckschmerzen können Symptome eines sogenannten Lipödems sein. Dabei handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Die Erkrankung ist fortschreitend und für die Betroffenen meist sehr belastend. In manchen Fällen wird das Lipödem erst spät erkannt, entweder weil die Frauen davon ausgehen, dass sie nur Problemzonen an den Beinen haben, die nicht verschwinden wollen, oder weil der Arzt eine falsche Diagnose stellt. Dr. med. Bernd Loos ist Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Spezialist für die operative Behandlung des Lipödems per Liposuktion (Fettabsaugung). Hier erfahren Sie, was genau hinter der Erkrankung steckt und wie sie effektiv behandelt werden kann.
 

Überblick zum Krankheitsbild Lipödem

Das Lipödem ist durch eine starke Umfangsvermehrung an den Beinen und/oder Armen gekennzeichnet. Die Fettzellen im Unterhautfettgewebe vermehren sich atypisch und führen so zu einer starken Volumenzunahme der Extremitäten. Es sind immer beide Beine oder Arme betroffen, sodass die Umfangsvermehrung symmetrisch auftritt. Füße, Handgelenke und Rumpf verändern sich nicht durch das Lipödem. Dadurch kann es zu einem starken Missverhältnis zwischen unterer und oberer Körperhälfte kommen.

Die Ursachen der krankhaften Fettvermehrung sind noch nicht endgültig geklärt. Es wird vermutet, dass genetische und hormonelle Ursachen eine Rolle spielen, da fast ausschließlich Frauen am Lipödem erkranken.

Häufig werden dicke Gliedmaßen mit Übergewicht und ungesunder Lebensweise gleichgesetzt. Das ist jedoch nicht richtig: Lipödeme sind keine Folge von Übergewicht. Auch sehr schlanke Frauen können an einem Lipödem erkranken. Allerdings können die Symptome des Lipödems durch Übergewicht verstärkt werden. 
 

Typische Symptome und Beschwerden beim Lipödem

Das zusätzliche Gewebe, das sich an den Beinen und/oder Armen bildet, kann die Bewegungsfreiheit der Betroffenen stark einschränken. Unbehandelt vermehrt es sich und verursacht immer stärkere Beschwerden. Die betroffenen Körperstellen sind sehr druckempfindlich. Außerdem neigen Frauen mit Lipödem zu blauen Flecken. Oft entstehen die Hämatome ohne starken Druck oder Stoß.

Nach langem Stehen oder Sitzen können sich die Beine beim Lipödem schwer anfühlen und schmerzen. Vor allem abends treten daher vermehrt Beschwerden auf, die zum Beispiel den Schlaf stören können.

Nicht zu unterschätzen sind die psychischen Belastungen, mit denen die betroffenen Frauen zu kämpfen haben. Viele wissen zunächst nichts mit den Symptomen anzufangen und sind frustriert, wenn Diäten und Sport nicht helfen, die Beine zu verschlanken. Da das Lipödem nach heutigem Wissensstand nicht heilbar ist, fühlen sich die Frauen oft hilflos und ohnmächtig.
 

Wie wird ein Lipödem behandelt?

Das Lipödem wird in der Regel zunächst konservativ behandelt. Die Frauen tragen täglich Kompressionsstrümpfe, um den Abtransport der Flüssigkeit aus dem Gewebe zu unterstützen und eine Verschlimmerung der Erkrankung möglichst zu verhindern. Durch die Kompression werden auch die Schmerzen gelindert. Zusätzlich werden regelmäßig manuelle Lymphdrainagen durchgeführt, um Flüssigkeit aus dem Gewebe zu entfernen.

Auch die Hautpflege ist ein wichtiger Bestandteil der konservativen Therapie. Weitere Methoden sind unter anderem Bewegungstherapie und Ernährungsberatung.

Mit der konservativen Therapie ist es jedoch nicht möglich, den Umfang der Beine wieder zu reduzieren. Chirurgische Hilfe ist notwendig, um die krankhaften Fettzellen aus dem Gewebe zu entfernen.
 

Nachhaltige Hilfe: die Vorteile der Liposuktion beim Lipödem

Die einzige Methode, um die überschüssigen Fettzellen des Lipödems zu entfernen, ist die Fettabsaugung (Liposuktion). Die Behandlung erfolgt unter Vollnarkose und dauert etwa ein bis drei Stunden. Mit einer dünnen Kanüle werden die krankhaften Fettzellen aus dem Körper abgesaugt. Dadurch wird der Bereich schlanker und der Druck auf das umliegende Gewebe und die Gefäße nimmt ab.

Zu den Vorteilen der Liposuktion beim Lipödem gehören:

  • Fettzellen können wieder entfernt werden
  • Umfang wird reduziert (ist mit anderen Therapien nicht möglich)
  • Schmerzen und Beschwerden lassen nach
  • Bewegungsfreiheit wird verbessert
  • Langanhaltendes Ergebnis
  • Konservative Therapien können nach einiger Zeit erfahrungsgemäß reduziert werden
     

Kann das Lipödem wiederkommen?

Die Fettzellen des Lipödems, die bei der Liposuktion entfernt werden, können nach heutigem Kenntnisstand nicht wieder nachwachsen. Das bedeutet, dass die behandelten Gliedmaßen schlank bleiben und auch die Begleiterscheinungen deutlich zurückgehen. Es ist noch nicht vollständig bewiesen, aber man geht davon aus, dass die Ergebnisse der Liposuktion dauerhaft sind.
 

Ihr Termin in der KASG – hier werden Sie gut beraten!

Sie leiden an einem Lipödem und suchen einen Experten, der Ihnen zu mehr Lebensfreude und Beschwerdefreiheit verhilft? In unserer KASG führen wir die Liposuktion zur Behandlung des Lipödems durch. Gern beraten wir Sie ausführlich zum Thema Liposuktion. Vereinbaren Sie einfach einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch.