Faltenbehandlung: das "Wundermittel" Botox®

Botulinumtoxin ist aus der Anti-Aging-Medizin kaum mehr wegzudenken. Es gehört zu den gefragtesten Wirkstoffen zur nichtoperativen Faltenbehandlung und Gesichtsverjüngung. In Expertenhänden ist die Botox®-Behandlung sicher und erzielt gemeinhin effektive Ergebnisse. Auch abseits der Faltenbehandlung hat Botulinumtoxin einige weitere Anwendungsbereiche. Wie eine Botox®-Behandlung verläuft und auf was es zu achten gilt, lesen Sie im folgenden Beitrag.
 

Was ist Botulinumtoxin genau?

Botulinumtoxin ist ein sehr starkes Nervengift. Es wird von einem bestimmten Bakterienstamm produziert. Es kann beispielsweise über den Verzehr von verdorbenem Fleisch oder nicht fachgerecht gelagertem Gemüse in den Körper gelangen. Dort ruft es den sogenannten Botulismus hervor, der unbehandelt sogar lebensbedrohlich sein kann. Während es in der Vergangenheit öfter zum Botulismus kommen konnte, sind heutzutage kaum noch Fälle bekannt.

In der Medizin wird eine stark verdünnte Dosierung von Botulinumtoxin verwendet. Das in Kombination mit der großen Erfahrung und anatomischen Kenntnis des Facharztes macht die Botox®-Behandlung zu einem sicheren und recht risikoarmen Verfahren. Mit gesundheitlichen Nebenwirkungen ist bei einer fachgerechten Anwendung nicht zu rechnen.

Im Körper blockiert Botulinumtoxin die Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin. Dieser Botenstoff ist dafür zuständig, Informationen von den Nerven an die Muskeln weiterzugeben. Fehlt er, erhalten die Muskeln nicht den Reiz, sich zusammenzuziehen, sondern entspannen. Dadurch entspannt sich auch die Haut darüber, was zu einer sanften Glättung des Bereichs führt.
 

Wie hilft Botox® gegen Falten?

Botox® wird in der Ästhetik vor allem zur Behandlung mimischer oder dynamischer Falten verwendet. Diese Form von Falten entsteht durch die wiederkehrende Anstrengung bestimmter Muskeln. Zu beobachten ist das insbesondere im Gesichtsbereich, da hier viele Muskeln sehr aktiv sind und die Haut an vielen Stellen sehr dünn und sensibel ist. Lässt im Zuge der Hautalterung die Straffheit und Elastizität des Gewebes nach, kann es in Verbindung mit der Muskelanstrengung zu störenden Falten kommen. Typische Beispiele sind unter anderem Stirnfalten, die sogenannte Zornesfalte zwischen den Augenbrauen sowie Lachfalten im Augenbereich.

Indem Botox® die Muskelaktivität reduziert, entspannt des den Bereich und glättet somit die unliebsamen Hautunebenheiten. Bei einem erfahrenen Behandler wird die Botox®-Injektion so durchgeführt, dass die individuellen Gesichtszüge dennoch erhalten bleiben und das Gesicht nicht maskenhaft wirkt.
 

Was passiert bei der Behandlung mit Botox®?

Zu Beginn der Behandlung werden die Areale gereinigt und desinfiziert. Zudem kennzeichnet Dr. med. Loos die Injektionsbereiche auf der Haut. Das Botulinumtoxin wird mit einer feinen Kanüle in das Gewebe eingebracht. Die verwendeten Kanülen sind sehr fein, sodass die Behandlung schmerzarm verläuft. Zusätzlich können die Areale vorab mit einer Anästhesiecreme oder einer lokalen Betäubung schmerzunempfindlicher gemacht werden

Die Injektion dauert meist nur wenige Minuten. Insgesamt sollten Sie mit einer Behandlungszeit von etwa 15 bis 30 Minuten rechnen. Unmittelbar nach der Injektion ruhen Sie sich einige Augenblicke in unseren Praxisräumen aus, ehe Sie wieder nach Hause in Ihren normalen Alltag übergehen können.
 

Schonung und Nachsorge – darauf sollten Sie achten

Mit großen Ausfallzeiten ist eine Botox®-Behandlung im Allgemeinen nicht verbunden. Sie sollten sich ein paar Tage schonen und eventuell frei nehmen, da es zu vorübergehenden Schwellungen, Rötungen und Hämatomen kommen kann. Vereinzelt kann es vorkommen, dass die Injektionsstellen leicht jucken oder sich taub anfühlen. All diese Beschwerden lassen erfahrungsgemäß innerhalb kurzer Zeit selbstständig wieder nach.

Für ein bis zwei Wochen sollten Gesichtsbehandlungen und Massagen vermieden werden. Achten Sie zudem auf einen entsprechenden Sonnenschutz. Ebenso sollten sie sportliche Anstrengungen in den ersten Tagen vermeiden.
 

Botox® nur beim Experten!

Botulinumtoxin bietet eine sichere und effektive Behandlung. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Treatment von einem ausgebildeten Experten vorgenommen wird. Laienhafte Anwendungen können nicht nur zu einem unzufriedenstellenden Ergebnis führen, sondern auch gesundheitliche Beschwerden und gefährliche Risiken hervorrufen (z. B. anhaltende Gefühlsbeeinträchtigungen, Funktionseinschränkungen, Entzündungen und Infektionen). Vertrauen Sie sich deshalb lediglich einem Spezialisten für ästhetische Behandlungen an. Ein objektives Kriterium stellt der Facharzttitel Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie dar. Fragen Sie den Arzt auch gern bei der persönlichen Beratung nach seiner Erfahrung auf dem Gebiet der Injektionstherapien mit Botox® und Fillern.
 

Weitere Anwendungsbereiche von Botulinumtoxin

Mit Botox® lässt sich zudem der Halsmuskel (Platysma) entspannen, sodass er weniger offensichtlich hervorsticht. Auf diese Weise lässt sich eine sanfte Verjüngung der Halspartie erzielen. Gleichzeitig werden störenden Falten in dem Bereich geglättet.

Botox® ist nicht nur in der Faltenbehandlung sehr geschätzt. Mit dem Wirkstoff lässt sich unter anderem auch krankhaftes, starkes Schwitzen behandeln. Das Botulinumtoxin hemmt die Überaktivität der Schweißdrüsen bei der sogenannten Hyperhidrose und hilft somit dabei, dass weniger Schweiß produziert und abgesondert wird.

Eine weitere mögliche Anwendung ist die Behandlung von Zähneknirschen (Bruxismus). Botox® wird hierbei in den überaktiven Kaumuskel injiziert, wodurch der Druck gelöst wird. Die Patienten knirschen weniger mit den Zähnen und auch die Begleiterscheinungen wie schmerzhafte Verspannungen, Gesichts- und Kopfschmerzen sowie Schwindel lassen nach.

Überdies wird Botulinumtoxin bei Muskelkrämpfen, Muskelzittern und Spastiken in die Therapie integriert. Botox® ist ein sehr vielfältiger Wirkstoff, der in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen helfen kann.