Hauttumorentfernung in Karlsruhe

Darunter versteht man die Entfernung von gutartigen oder bösartigen Hautveränderungen. Zu den bösartigen Tumoren zählen Basaliome, Carcinome und Melanome. Erforderlich ist in diesen Fällen die komplette Entfernung, die durch eine feingewebliche (pathologische) Untersuchung gesichert sein muss.

Erst danach kann entschieden werden, wie der bestmögliche plastisch chirurgische Wundverschluss ist. Hierbei sind sowohl der Faltenverlauf der Gesichts- und Halshaut als auch die Spannungslinien der Haut (RSTL, relaxed skin tension lines) von Bedeutung. Je nach Lage und Größe kommen lokale oder regionale Hautverschiebungen oder eine freie Hautverpflanzung zur Anwendung. Im Falle von Carcinomen oder Melanomen muss auch an die Gefahr einer Streuung in die Halslymphknoten gedacht werden, so dass eine Überprüfung derselben (Ultraschall oder Kernspintomografie) notwendig ist und gegebenenfalls eine operative Entfernung erforderlich wird. Nur bei kleinen gutartigen Tumoren kann eine sparsame Exzision mit direktem Wundverschluss ohne aufwendige Hautverschiebung oder eventuell eine Laserabtragung durchgeführt werden.

Nachbehandlung

In den Tagen nach dem Eingriff wird der Verband mehrfach gewechselt und die Hautfäden nach 6 -8 Tagen entfernt. Auf die regelmäßige Nachsorge, je nach histologischem Befund, in 2 -3 monatigen Abständen wurde bereits hingewiesen. Das Vermeiden der längeren direkten Sonneneinstrahlung in Zukunft ist ebenso wichtig wie das Auftragen eines Sonnenschutzes mit entsprechend hohem Lichtschutzfaktor.

Ausfallzeiten

Die Ausfallzeit richtet sich im Wesentlichen nach der beruflichen Tätigkeit. Bei kleinen Eingriffen können Sie entweder am gleichen oder nächsten Tag weiterarbeiten. Nur bei größeren Operationen ist mit einem Ausfall von 5 -10 Tagen zu rechnen. 

Alle weiteren noch offenen Fragen können bei der persönlichen und individuellen Beratung geklärt werden.

Auf Ihren Besuch freut sich das Team der Klinik am Stadtgarten.

Beschwerden

Meistens fällt eine länger bestehende Hautveränderung auf, die nicht wieder verschwindet, im Lauf der Zeit größer wird, nässen oder bluten kann. Dann sollten Sie ihren behandelnden Hautarzt aufsuchen und die Notwendigkeit einer histologischen Abklärung oder einer Exzision prüfen lassen. Meistens ist eine langjährige intensive Sonneneinstrahlung die Hauptursache, gelegentlich spielt auch eine genetische Disposition eine Rolle.

Untersuchung

Besonders die exponierten Gesichtsregionen wie Nase, Stirn, Ohren und Lippen müssen sehr sorgfältig mikroskopisch untersucht werden. Je nach dem Ergebnis der hautärztlichen Abklärung wird entschieden, ob eine weitere Diagnostik (Ultraschall, Computertomographie oder Kernspintomografie) notwendig ist. Vor dem Eingriff ist in den meisten Fällen eine Blutuntersuchung notwendig, ein EKG oder Röntgenbild des Brustkorbes nur bei großen Hauttumoren und Eingriffen in Vollnarkose, nach anästhesiologischer Rücksprache, notwendig. Regelmäßige Medikamenteneinnahmen (insbesondere solche zur Blutverdünnung) oder Allergien sind unbedingt mitzuteilen. 

In einem kurzfristigen zweiten Termin werden nach Vorlage aller Befunde die Behandlungsmöglichkeiten und -alternativen ausführlich besprochen und das therapeutische Vorgehen festgelegt.

Erfolgsaussichten

Die Exzision des Hauttumors mit entsprechendem Sicherheitsabstand und feingeweblicher Untersuchung gibt die Sicherheit, dass der Tumor sicher entfernt ist. Dennoch sind weiterhin regelmäßige Untersuchungen der Gesichtshaut, insbesondere der Operationsumgebung, wichtig, da jederzeit auch unmittelbar neben einem erfolgreich entfernten Hauttumor ein neuer entstehen kann. Im Falle eine Carcinoms kommt auch die regelmäßige Nachsorge der Lymphknoten hinzu. Sehr selten muss auch eine Nachbestrahlung diskutiert werden. Bei Melanomen muss zusätzlich die Nachbetreuung in einem entsprechenden Zentrum erfolgen.

Narkose

Kleine Hauttumoren können problemlos in örtlicher Betäubung entfernt werden. Bei größeren Befunden mit entsprechend längerer Operationsdauer ist entweder eine Analgosedierung (,,Dämmerschlaf") oder eine Vollnarkose möglich bzw. sinnvoll. In jedem Fall soll die Operation sicher durchgeführt werden können und für Sie eine entspannte, angstfreie und angenehme Atmosphäre geschaffen werden.

Risiken

Auch bei fachgerecht durchgeführten Operationen können Komplikationen wie Infektionen, Blutungen, Allergien oder Vernarbungen auftreten. In der Regel können diese durch konservative Maßnahmen behandelt werden. Sehr selten muss durch eine kleine chirurgische Maßnahme geholfen werden. Funktionsbeeinträchtigungen sind nur bei größeren Tumoren denkbar, jedoch sehr selten. Auf die Möglichkeit des Wiederauftretens eines Hauttumors in der Umgebung muss hingewiesen werden. Die Gefahr von Verletzungen von Gesichtsnerven ist bei üblicher, sehr sorgfältiger Behandlungsweise zu vernachlässigen.

Operationsdauer
ca. 30-120 Minuten

Narkoseart
Lokalanästhesie, ggf. Analgosedierung (,,Dämmerschlaf"), Vollnarkose nur in Ausnahmefällen

Klinikaufenthalt
stationär, mindestens 2 Übernachtungen

Schonzeit
ambulant, evtl. 1 Übernachtung

Narben
anfänglich sichtbar, langsames Abblassen in den Folgemonaten

Sport
ca.14 Tage kein Sport

Besonderheiten
Entfernung der Fäden nach 6-8 Tagen, Keine starke Sonneneinstrahlung in der Folgezeit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor

Bewertungen

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