Problemzonen auf Eis gelegt – Kryolipolyse gegen Fettdepots

Die kühle Jahreszeit steht vor der Tür. Das Thema Kälte ist auch im Zusammenhang mit der nichtinvasiven Fettreduktion sehr gefragt. Denn mithilfe moderner Behandlungsmethoden ist es möglich, eine schlanke und ebenmäßige Silhouette auch ganz ohne einen operativen Eingriff zu erzielen. Bei der Kryolipolyse in Karlsruhe wird das als störend empfundene Fettgewebe mit einem speziellen Handstück fixiert und gezielt heruntergekühlt. Die Behandlung eignet sich, um kleine, lokale Fettansammlungen, die weder mit Diäten noch mit Training reduziert werden können, anzugehen.

Bei größeren Fettansammlungen oder Übergewicht führt eine Kryolipolyse gemeinhin nicht zu dem gewünschten Erfolg. Als Orientierungswert für die Behandlung gilt ein BMI von 30 oder weniger. In einem persönlichen Beratungsgespräch untersucht der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie den Patienten und klärt ihn darüber auf, ob eine Kryolipolyse zum angestrebten Ergebnis führen kann oder nicht.

Das Wirkungsprinzip der Kryolipolyse

Die Behandlungsmethode der Kryolipolyse geht davon aus, dass Fettzellen empfindlicher auf Kälte reagieren als andere Zellen. Bei dem Verfahren wird das betreffende Areal auf etwa null bis minus vier Grad Celsius heruntergekühlt. Diese Temperaturen sollen bei Fettzellen ausreichend sein, um die sogenannte Apoptose hervorzurufen. Hierbei handelt es sich um den „programmierten Zelltod“, also die gezielte Ausschaltung der Zellfunktionen. Anschließend werden die zerstörten Fettzellen vom Körper abgebaut beziehungsweise abtransportiert. Einmal entfernte Fettzellen bilden sich in der Regel nicht neu, sodass durch die Behandlung mit der Kryolipolyse die Chance besteht, das störende Fettdepot effektiv und dauerhaft zu reduzieren.

Nimmt die Kälte auch Einfluss auf andere Körperzellen?

Die Kryolipolyse beruht auf der Annahme, dass die in den Fettzellen enthaltenden Lipide schon bei wenigen Graden unter null kristallisieren. Bei anderem Gewebe wie Muskeln, Nerven und Haut setzt der Prozess erst bei geringeren Temperaturen ein. Die umliegenden Strukturen werden daher bei der Kryolipolyse nicht nachhaltig geschädigt. Lediglich zu vorübergehenden Veränderungen und Reizungen kann es durch die intensive Kälteeinwirkung kommen. So ist es beispielsweise möglich, dass der Behandlungsbereich kurz nach der Anwendung gehärtet ist und sich erst wieder lockern muss. Dies kann durch regelmäßige Massagen unterstützt werden. Auch leichte Rötungen oder Hämatome, die meist eher eine Reaktion auf das Vakuum (das den Bereich fixiert) sind, stellen mögliche Beschwerden nach einer Kryolipolyse dar. Das Risiko für anhaltende Schädigungen ist hingegen äußerst gering.

Wie lange dauert eine Kryolipolyse-Sitzung?

Das entsprechende Areal wird für etwa eine Stunde mit dem speziellen Gerät behandelt. Bevor der Ästhetisch-Plastische Chirurg beziehungsweise das geschulte Fachpersonal den Applikator auf die Haut auflegt, wird ein Gel aufgetragen. Dieses Gel schützt die Haut und reduziert das Risiko für Hautirritationen. Der Applikator saugt dann den Bereich zwischen Kühlplatten und fixiert ihn mithilfe eines Vakuums. Zu Beginn der Behandlung kann die Kälteeinwirkung noch etwas unangenehm sein – dies hängt von der individuellen Empfindung und der persönlichen Toleranzgrenze ab. Nach wenigen Minuten ist der Bereich durch die Kälte betäubt, sodass für gewöhnlich keine Beschwerden mehr zu spüren sind. Die Patienten können während der Behandlungszeit von etwa einer Stunde entspannen und beispielsweise Musik hören oder lesen.

Kryolipolyse oder Fettabsaugung – wann ist welche Behandlungsmethode ratsam?

Die Kryolipolyse ist ein nichtinvasives Verfahren und wird in unserer Praxis KASG Ästhetik am Standort Baden-Baden angeboten. Auch die chirurgische Fettabsaugung zählt zu unserem Behandlungsrepertoire. Sie findet in unserer Klinik am Stadtgarten (KASG) in Karlsruhe statt. Welche der beiden Behandlungen im konkreten Fall besser geeignet ist, lässt sich pauschal nicht festlegen. Für diese Einschätzung ist ein persönliches Gespräch mit dem Experten Dr. Bernd Loos erforderlich. Sowohl die Kryolipolyse als auch die Fettabsaugung sind Verfahren, um hartnäckige Fettdepots zu entfernen. Sie sind nicht dafür geeignet, Übergewicht zu reduzieren. Hierfür sind konservative Maßnahmen oder die Adipositaschirurgie notwendig.

Tipps für ein langanhaltendes ästhetisches Ergebnis

Auch wenn sich die entfernten Fettzellen für gewöhnlich nicht neubilden können, ist es dennoch möglich, dass sich die verbliebenen Fettzellen vergrößern und dadurch das harmonische Behandlungsergebnis negativ beeinflussen. Um sich möglichst lang an einem ästhetischen und ebenmäßigen Erscheinungsbild erfreuen zu können, ist die individuelle Lebensweise mitentscheidend. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung und sportliche Betätigung helfen dabei, den Körper fit zu halten und der Ansammlung unliebsamer Fettdepots entgegenzuwirken. Ein konstantes, gesundes Körpergewicht fördert die Behandlungsresultate einer Kryolipolyse. Unmittelbar nach der Behandlungen können die Patienten den Abtransport der zerstörten Fettzellen durch eine hohe Flüssigkeitszufuhr aktiv unterstützen.

Negative Auswirkungen auf das Behandlungsergebnis sind oftmals mit einem ungesunden Lebensstil, mit wenig Bewegung sowie mit starken Gewichtsschwankungen verbunden. Auch eine Schwangerschaft kann dazu beitragen, dass unliebsame Fettdepots am Bauch oder an anderen Körperstellen zurückbleiben und die Silhouette sich verändert. Bevor sich die Patienten daher für eine ästhetisch-plastische Behandlung entscheiden, ist es ratsam, sich Gedanken über die Familienplanung zu machen. Vor allem bei körperkonturierenden Eingriffen oder brustchirurgischen Operationen ist es zumeist empfehlenswert, diese erst vornehmen zu lassen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.